Thomas-Roman Eder ist ein österreichischer Autor, dessen literarisches Schaffen sich durch tiefgründige Themen und präzise Beobachtungen auszeichnet. Mit seiner Erzählung Paradies Hölle, erschienen in der Bibliothek der Provinz, beschäftigt er sich mit den Gegensätzen menschlicher Existenz und eröffnet seinen Leserinnen und Lesern einen vielschichtigen Blick auf die feinen Linien zwischen Glück und Leid. Seine Werke sind geprägt von zwischenmenschlichen Beziehungen und existenziellen Fragen.
Zu den BüchernDer Erzähler hat sich vor 25 Jahren vollständig aus der Gesellschaft zurückgezogen und in seiner Wiener Altbauwohnung verkrochen. Sein Kontakt zur Außenwelt besteht durch das Internet und die täglich an seine Wohnungstür gelieferte Tageszeitung. Er arbeitet eine Theorie zum Ende der Menschheit aus und will den exakten Zeitpunkt berechnen. Eines Tages ist er gezwungen, seine Isolation aufzugeben und begegnet im Stiegenhaus dem Optimisten Ketter, der ab nun häufig uneingeladen zu Besuch erscheint und die Weltuntergangstheorie im entscheidenden Moment ins Wanken bringt. Die Einladungen Ketters zu einem Gegenbesuch schlägt der Erzähler immer wieder aus, bis schließlich etwas Seltsames passiert...
ISBN 978 3 99126 293 0
„Ein erstaunliches Bändchen, schmal, aber vorzüglich erzählt und perfekt gebaut!“
„Thomas-Roman Eder liefert ein beachtliches literarisches Debüt: Seine knappe, atmosphärisch erstaunlich dichte Erzählung erzeugt eine Spannung, der sich der Leser schwer entziehen kann. Eder paart gekonnt Naturbilder mit dem Psychogramm dreier Menschen. Verbunden durch gemeinsame Vergangenheiten, verstricken sich diese im engen Raum einer desolaten Fischerhütte in ein gefährliches Spiel zwischen Wirklichkeit und Fiktion.“
Thomas-Roman Eders neuer Roman „Was das alles soll“ [...] wirkt wie ein langsames Aufdrehen eines Lichtschalters: behutsam, blendfrei, aber mit zunehmender Deutlichkeit. Vielleicht liegt dieses Vorgehen in Eders zweitem Beruf begründet. Als Rahmenmacher im 19. Wiener Bezirk weiß er, dass eine Komposition erst im richtigen Umfeld zu sprechen beginnt. Holzart, Kante, Glas – nichts davon ist Beiwerk, alles Teil der Erzählung eines Bildes. Diese Genauigkeit überträgt Eder auf seine Prosa: Jede Figur, jede Geste, jede gedankliche Schleife ist bewusst gesetzt.
Im Zentrum steht ein Erzähler, der seit 25 Jahren das tut, wovon viele Menschen in dunklen Momenten phantasieren, ohne es je umzusetzen: Er zieht sich zurück. Radikal. Seine Altbauwohnung wird zum Schutzraum, aber auch zum selbstgebauten Exil. Die Verbindung zur Außenwelt besteht aus zwei dünnen Drähten der Moderne – Internet und Zeitung –, die ihm erlauben, die Welt zu beobachten, ohne sie ertragen zu müssen.
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